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Foto: Anja Jahn
Foto: Anja Jahn

Internationaler Tag der Provenienzforschung

Woher stammt die Kunst, die wir im Museum sehen?

Das Thema Raubkunst beschäftigt die Forschung zunehmend: Am 10. April findet zum ersten Mal der Internationale Tag der Provenienzforschung statt. Auch das Museum Angewandte Kunst nimmt bereits seit zwei Jahren aktiv an der Debatte teil.
Im Kunstbetrieb spielt die Herkunft eines Kunstwerks eine wichtige Rolle. Die Provenienzforschung widmet sich der wissenschaftlichen Erforschung der Herkunft und der wechselnden Besitzerverhältnisse eines Kunstwerks und Kultur- oder Archivguts in Museen. Im Museum Angewandte Kunst werden seit August 2016 die kunsthandwerklichen Sammlungsbestände systematisch auf unrechtmäßig angeeignete Kunstgegenstände erforscht. Hierbei steht insbesondere das aus jüdischem Besitz, durch den Nationalsozialismus verfolgungsbedingt entzogene Kulturgut im Fokus. Die Herkunftsforschung von Kunstwerken aus den 1930er Jahren und den Kriegsfolgejahren soll Aufklärung über den Erwerb und Besitz geben. In den Inventarlisten des Museum Angewandte Kunst aus den Jahren 1933 bis 1945 und den Nachkriegsjahren wurden laut Museum über 2.000 Objekte mit ungeklärten Provenienzen aufgefunden.

Am 10. April nehmen mehr als 70 Kulturinstitutionen in Deutschland, Großbritannien, Österreich und der Schweiz am Internationalen Tag der Provenienzforschung teil. Neben dem Museum Angewandte Kunst bieten auch das Städel Museum und das Goethe-Haus Aktionen an, um einen Einblick in wesentliche Fragen und Ergebnisse der Herkunft ihrer Kunstwerke zu geben. Die Herkunft kann erfahrungsgemäß über Originalität Auskunft geben und auch zu Wertsteigerung führen. Seit der digitalen Verbreitung von Informationen werden vermehrt Kunstwerke wiedererkannt und es kommt zu langwierigen Rechtsprozessen und Rückgabeverlangen. Seit der Unterzeichnung der Washingtoner Erklärung 1998, hat sich in Deutschland die Provenienzforschung zum zentralen Forschungsfeld der Museumsarbeit entwickelt. Denn alle Kunstwerke, die vor 1945 entstanden sind und nach 1933 angekauft oder übernommen wurden, können theoretisch aus Raubkunstbeständen stammen.

Kunstraubzüge gegen Privatpersonen und Gemeinden waren keine Einzelfälle in der deutschen Geschichte. In den vergangenen Jahren betreibt der internationale Kunsthandel verstärkt Provenienzforschung. Große Auktionshäuser wie Sotheby’s und Christie’s unterhalten seit einigen Jahren eigene Abteilungen der Provenienzforschung. Der Aktionstag am kommenden Mittwoch wird künftig einmal jährlich am zweiten Mittwoch im April stattfinden und so auf die gesellschaftliche Relevanz der komplexen Arbeit aufmerksam machen. Der Hashtag #TagderProvenienzforschung wird die einzelnen Aktionen auf Twitter begleiten.

>> Expertengespräch am 10. April, 17.30-18.30 Uhr im MAK, www.museumangewandtekunst.de
 
8. April 2019, 11.34 Uhr
srp
 
 
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