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Foto: v.l.n.r.: Siggi Dietrich, Géraldine Reuteler, Letícia Santos, Sophia Kleinherne, Tanja Pawollek, Laura Feiersinger, Niko Arnautis. © Detlef Kinsler
Foto: v.l.n.r.: Siggi Dietrich, Géraldine Reuteler, Letícia Santos, Sophia Kleinherne, Tanja Pawollek, Laura Feiersinger, Niko Arnautis. © Detlef Kinsler

1. FFC Frankfurt vor dem Saisonstart

„Die Mentalität der Mannschaft fand ich geil“

Zum 15. Mal in 21 Jahren begrüßte FFC-Manager Siggi Dietrich die Medienvertreterinnen und -vertreter im 49. Stock des Commerzbank Towers zur Saisoneröffnungs-Pressekonferenz und versprach für die neue Saison wieder attraktiven Offensiv-Fußball.
„Es wird eine besondere Spielzeit", betont Siggi Dietrich und spielt auf das 30. Jubiläum der Frauenfußball-Bundesliga an, die es zu feiern gilt. „Und wer war als einziges Team immer dabei?" Eine rhetorische Frage. Ja wer wohl? Der 1. FFC Frankfurt, wenn man großzügig die SG Praunheim als Keimzelle hinzurechnet, aus der im Jahr 1999 der FFC hervorging. Dem trägt der DFB mit der Ansetzung des Eröffnungsspiels am Freitag, den 16. August, um 18.30 Uhr im Stadion am Brentanobad Rechnung. Da dürfen die Frankfurterinnen den ewigen Rivalen Turbine Potsdam als Gast zum „El classico" des deutschen Frauenfußballs begrüßen.

Dietrichs Blick geht natürlich weit über diese Partie hinaus. Die Saison 18/19 habe man mit erfrischendem Offensivfußball vom zweitjüngsten Team der Liga erfolgreich mit dem „hervorragenden fünften Platz" besser als im Jahr davor abgeschlossen. „Jetzt sind die nächsten strategischen Schritte geplant." Nach den Vertragsverlängerungen und den gezielten Neuverpflichtungen, die die Abgänge kompensieren werden, habe man einen „gut abgestimmten Kader" und sei „in der Spitze wie in der Breite gut aufgestellt". Dass Tanja Pawollek mit ihren 20 Jahren schon als erfahrene Spielerin durchgehe und tatsächlich zur neuen Kapitänin bestimmt wurde, sieht Dietrich als Bestätigung der guten Nachwuchsarbeit beim FFC. Auch die gute Rolle, die Shekiera Martinez und Sophia Kleinherne bei der U 19-Europameisterschaft in Schottland, bei der Kleinherne den Vizemeister aufs Feld führte, spielten, passe da ins Bild. „Mit dem Glauben an den Erfolg wollen wir auch wieder gegen Mannschaften punkten, die um die Meisterschaft spielen", soll sein 1. FFC Frankfurt eine gute Rolle im Verfolgerduell spielen. „Welchen Platz wir am Ende in der Liga und im Pokal einnehmen, werden wir sehen", macht der Manager aber keinen Hehl daraus: „Köln ist immer ein großes Ziel."

Tanja Pawollek, auf ihre neue Rolle als Kapitänin der Mannschaft angesprochen, äußerte gewohnt selbstbewusst, dass sich dadurch „nichts an meinem Charakter und Verhalten ändern wird". Sie hoffe nur, dass der Trainer die Entscheidung nicht bereuen werde und sie wolle die Mannschaft gut vertreten. Was sie der Mannschaft in der neuen Saison zutraue mit dem veränderten Kader? „Wir haben spielstarke Spielerinnen dazu bekommen und die anderen haben alle ein Jahr mehr an Erfahrung", will sie den Ball dennoch flach halten, strebt aber natürlich die obere Region der Tabelle an. Auch Kollegin Kleinherne habe ihre Kapitänswürde bei der U19 als neue Rolle mit Freude angenommen. Dass ihr Team sich im Endspiel gegen Frankreich nicht durchsetzen konnte, wurmt sie noch heute. Schließlich sei man sich auf Augenhöhe begegnet. „Ich hoffe jetzt, die Enttäuschung in Motivation umsetzen zu können, um in der Liga anzugreifen", geht sie voll fokussiert an die neuen Herausforderungen. Gut gerüstet sieht auch Trainer Nico Arnautis seine Mannschaft. „Ich bin gespannt, wo wir am Ende landen", will er sein Team nicht unter Druck setzen, obwohl er unterstreicht: „Wir sind besser dieses Jahr, es kann durchaus weiter nach oben gehen." Einen Fehlstart wie vor zwölf Montane mit drei Niederlagen zu Beginn gilt es diesmal zu vermeiden. „Ich bin sehr zufrieden mit der Vorbereitung, aber beim Spiel gegen Potsdam fängt alles wieder bei Null an."

Für ihn ist entscheidend, dass der 1. FFC weiter frischen, offensiven, attraktiven Fußball spielt und mit Intensität und Leidenschaft zur Sache geht, um die Fans mitzureißen. Das vergangene Jahr mit Platz 5 gälte es zu bestätigen. „Sollte es mehr werden, werde ich die Mannschaft nicht aufhalten", denn er will schließlich - fünf Euro für das Phrasenschwein - immer gewinnen und nach oben keine Grenzen setzen. Jürgen Ruppel, der Vorsitzende des Vereins, fand bei der PK die deutlichsten Worte. „Die Mentalität der Mannschaft fand ich im vergangenen Jahr gigantisch. Sie hat immer bis in die Verlängerung hinein gekämpft und an den Sieg geglaubt", fasste er seinen Eindruck in einem Four-Letter-Word zusammen: „Geil!" Natürlich wurde Siggi Dietrich auf die „Hochzeit mit Eintracht Frankfurt“ angesprochen. „Wir haben da in den vergangen zwei Jahren wunderbare Gespräche geführt", findet er, dass die Fußball-Männer und Frauen in Frankfurt unter ein Dach gehören. „Die Bekenntnisse auf beiden Seiten sind da." Jetzt werden die Verträge aufgesetzt und die Fusion zu Ende gedacht, dann die Mitglieder bei einer Versammlung voraussichtlich im Herbst eingebunden, um schließlich die Basis für eine erfolgreiche Zukunft zu schaffen. „Wir versuchen eine gute Braut zu sein." Hat er das wirklich gesagt? Es klang zumindest so.



 
9. August 2019, 09.41 Uhr
Detlef Kinsler
 
 
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